 |
|
|
Ein Tragschrauber, auch
Gyrocopter (von
griechisch gyros = Drehung, Wendung)
ist ein
Luftfahrzeug, dass sich durch einen
waagerechten Rotor für den Auftrieb und einen senkrecht angebrachten Propeller
für den Vortrieb, kennzeichnet. Es stellt somit eine Mischung aus Flugzeug und
Hubschrauber dar.
Sogenannte Gyroplanes oder Autogyros sind die Vorgänger des
Hubschraubers und wurden zwischen den
Weltkriegen entwickelt. Als der Erfinder des Autogyro gilt der Spanier
Juan De La Cierva im Jahr
1923. Die Entwicklung in
Deutschland wurde u.a. von Focke-Wulf
vorangetrieben.
|
 |
|
 |
|
|
 |
Tragschrauber definieren sich über folgende Eigenschaften:
• kein
Überziehen
• kein
Trudeln
• minimale
Startstrecken (50 ... 200 m)
• praktisch
keine Landestrecke erforderlich
• extremer
Langsamflug möglich
• geringere
Festigkeitsprobleme
• mehr
Widerstand (= weniger Geschwindigkeit / geringere Reichweite)
Tragschrauber haben gegenüber dem Hubschrauber den Vorteil, dass sie nur etwa
10% der Anschaffungs- und 10% der Betriebskosten erreichen.
Nachteil: Sie können nicht Hovern (im Stillstand fliegen), seitwärts und
rückwärts fliegen und auch nicht senkrecht Starten und Landen (von
Sonderkonstruktionen abgesehen). Eine Bergung von Personen oder Lasten ist
unmöglich.
Der Rotor ist ein Kreisel. Sich drehende Kreisel neigen dazu, ihre Lage im Raum
beizubehalten. Wirkt auf einen Kreisel eine Kraft, "weicht er der Kraft aus", er
präzediert. Eine an einem Kreisel angreifende Kraft wirkt immer 90° "später" (um
90° versetzt in der Drehebene).
Das voreilende Rotorblatt erzeugt mehr Auftrieb als das Rückeilende. Wäre es
kein Kreisel, würde die Rotorebene nach links kippen (i. d. R. eilt das rechte
Blatt voran).
Wegen der Kreiselwirkung wird der Tragschrauber jedoch vorne angehoben. Diesem
Drehmoment um die Querachse wirkt ein mit zunehmendem "aufbäumen" ebenfalls
zunehmendes Gegenmoment der Gewichtskraft entgegen (Fluzeugrumpf + Pilot + Motor
+ Leitwerk + Kraftstoff hängen wie ein Pendel an der Rotorscheibe).
Mehr Schub vom Motor bedeutet mehr Geschwindigkeit=mehr Auftrieb. Weniger (oder
kein) Schub vom Motor bedeutet weniger Geschwindigkeit=weniger
Rotordrehzahl=weniger Auftrieb. Reicht die Rotordrehzahl nicht mehr aus, die
Flughöhe zu halten, geht der Tragschrauber in einen Sinkflug über: Der
Anstellwinkel steigt wieder an, der Rotor wird auf Drehzahl gehalten. Ein
Tragschrauber kann also niemals "überzogen" werden, er kann gar nicht anders,
als sich seine Fahrt zu holen. Das Gleitverhältnis ohne Motorleistung beträgt
etwa 1:4 (Segelflugzeuge haben bis zu 1:60), die Landerollstrecke beträgt aber
nur 0 - 20 m, weil die Vorwärtsgeschwindigkeit dann sehr gering ist (20 bis 60
km/h typischerweise). |
 |
 |
Die von uns zur Schulung verwendeten Tragschrauber MT03 und
MTOsport werden in Hildesheim von Auto-Gyro
GmbH hergestellt. Die Zulassung des geschlossenen CALIDUS Tragschrauber in
Deutschland wird für 2009 erwartet.
•
Video AutoGyro CALIDUS 09 >> |


Tragschrauber@gyronautix.de |
 |
|  |